Dienstag, 10. Juli 2012

Hallo onleihe.de,

ich muss Euch mal auf einen Buchstabendreher in Eurem Namen hinweisen. Ihr heißt doch sicher noleihe oder? Denn mir gelingt es nicht, sinnvoll was über Euch zu leihen. Ihr habt zwar eine Android-App, aber darüber gibt es leider no leihe. Entweder wird mal gar nix angezeigt (Suche, Themen) oder schon das Einloggen geht nicht. Vorgemerkte Bücher erscheinen, aber wann sie verfügbar sind, erfahre ich nicht. Und wenn sie es sind, werden sie nicht angezeigt (leider kein kompatibler Reader für Android, Aldiko meldet Fehler, Adobe will auch nicht usw.).

Also seid ehrlich und korrigiert den Schreibfehler. Unter noleihe hätt ich schließlich genau das erwartet, was Ihr bietet. Wahlweise könnt Ihr Euch auch zeitstehele, stimmungsbremse, lesehemme, pcmitinsbettnehme, ideevergeige oder mirdochegale nennen.

Klar, es gäbe auch noch die Möglichkeit, die App einfach das machen zu lassen was sie soll oder Dateiformate anzubieten, die auf mobilen Readern (ja, allen) gehen. Der Witz wäre natürlich weg und Euer interner Name für den Service, den ständig welche ausprobieren, aber nicht zum Laufen bringen und dann an die heimische Biliothek verwiesen werden, wäre dann ganz falsch: kaputtlache.

Sonntag, 4. März 2012

Liebe Berliner Philharmoniker,

habe Euch gerade live im Kino gesehen. Und ich muss sagen, so ganz rund läuft die Sache meiner Ansicht nach nicht. Euer Moderator war zwar gut, aber sonst bin ich nicht überzeugt. Im Vorgeplänkel gab es etliche Tonaussetzer und Bild-Ton-Berschiebungen, so dass die Spannung, ob das denn technisch klappen wird immer größer wurde. Ob es dann später besser wurde oder man Aussetzer bei Bruckner nicht so merkt, kann ich nicht sagen.

Aber überhaupt die Musik, die war doch Nebensache. Wenn mich jetzt jemand fragt, was ich aus dem Konzert mitgenommen habe, dann kommt folgendes: Goldkettchen am Handgelenk des Dirigenten, Schuppen einer Geigers, nackte Halshaut eines Blechbläsers unterhalb der Fliege (wie geht denn das?), nackte Brusthaut nebst Unterhemdträger gesehen durch eine knopfarme Knopfleiste eines Hemdes beim intensiven Musizieren, viele unscharfe Nahaufnahmen als Ergebnis eines fehlgeleiteten Autofokus, neben dem agierenden Dirigenten eine sich Augentropfen verabreichende Zuschauerin und so geht es weiter.

Aufgrund des Bilderreigens und das auch noch in Kinogröße kamen mir die Töne eher nebensächlich vor; überhaupt fehlte ihnen die Wucht, Prägnanz und Räumlichkeit. Der im Vorabinterview genannte Klangkörper fehlte, es war nur körperloser Klang. Ob das vielleicht nur deshlab so erschien, weil die riesigen Nahaufnahmen so gar nicht zum Klangbild passten? Wenn ich auf ein Instrument so intensiv schaue und keine klangliche Veränderung vorsichgeht, bin ich in meiner Bild-Ton-Wahrnehmung irritiert. Bei Klassik am Fernseher ist das wohl nicht so schlimm (schaue ich auch fast nie), aber auf der Kinoleinwand fand ich das schon störend. Dabei haben einige auf der Leinwad behauptet, dass das im Kino sicher ein ganz tolles Erlebnis werden würde. Liebe Philharmoniker, habt Ihr Euch selbst schon mal im Kino gesehen/hört? Schien mir nicht so. Klar, live geht nicht, aber schaut Euch doch mal eine Aufzeichnung an und sagt dann mal selbst, was Ihr davon haltet.

Tja, und das ganze im Cinemax. In Berlin wäre man jedebfalls nicht mit Salsa-Sauce vom vorherigen Film auf der Jacke wieder rausgekommen. Dafür wäre aber auch das Gläschen Sekt nicht umsonst gewesen, wobei, für 19 Euro pro Kinosessel darf das ruhig im Preis inbegriffen sein. Insgesamt scheint mir das Format noch entwicklungfähig. Nur weil es geht, muss man vielleicht doch nicht alles über das Internet streamen.

Sonntag, 15. Januar 2012

Liebe Maschienenbauer und Friseure,

aufgemerkt! Gleich kommt die Geschäftsidee 2012. Ein Haarschneideautomat! Klingt simpel, wäre aber voller High-Tech und New Media. Ähnlich der Passfotoautomaten brauchen wir eine Box, in der werden dann die Haare elektrostatisch und per Luftzug aufgerichtet, irgend welche Wellen vermessen den Kopf und Laser kappen die Haare. Vorweg wird die Frisur über ein Display, das das eigene Gesicht zeigt, gewählt. Mögliche Frisuren werden über die bestehende Haarlänge definiert. Während der Operation kann online kommuniziert werden, entweder mit selbstgewählten Kontakten oder gestellten Friseurgesprächspartnern. Das wär doch was! An diversen Straßenecken ließe sich damit doch einiges erreichen. Und die armen Friseurinnen und Friseure? Ist doch klar, die würden die Software liefern. Per Aufpreis könnte man in jeder Hair-Box online top-gevotede Frisuren dazuladen. Spezielle User-Interactins würden individuelle Veränderungen erlauben (nur links erneuern, oder vorne kurz und hinten lang). Was damit optimiert wäre? Naja, meinem Friseur würde ich vielleicht treu bleiben, aber immerhin wären die Passfotoautomaten nicht mehr so allein. Oder gleich kombinieren: 4 Fotos und eine neue Frisur (in frei wählbarer Reihenfolge) für 7,80 €.

Montag, 9. Januar 2012

Liebe Hemdenstoffweber,

Zwei Fragen: 1. Warum in aller Welt gibt es überhaupt noch nicht bügelfreie Hemden? 2. Warum nur gibt es Hemden, die beim Bügeln speckig werden? Webt doch nur noch Hemden, die nicht gebügelt werden müssen und beide Probleme sind vom Tisch. So einfach! Da müsst Ihr doch schwach werden. Oder ergänzt die Produktlinien zusätzlich zu Slim Fit, Modern Fit, Fit Fit usw. durch Greasy Fit. Dann weiß zumindest jeder was er kauft. Und bitte: keine Verweise auf moderne Bügeleisen mit Spezialaufsätzen für schonendes Bügeln. Entweder Bügeln oder nicht Bügeln. Es werden ja auch keine Wasserkocher verkauft mit einer Maximaltemperatur von 40 Grad, damit man das Wasser für den Tee nicht so doll kocht, das arme.

Dienstag, 27. September 2011

Hallo Polo-Shirt-Stricker,

und Strickerinnen. Auf offiziellen Polo-Shirt-Abbildungen (z.B. bei Zalando, die dafür nichts können) und Verkaufskleiderbügeln sieht man es nicht. Aber schon nach dem ersten Tragen bzw. Waschen wird das Geheimnis offenbar. Die eine vordere rechte Kragenseite rollt sich verspielt auf. Tja, und nun? Ja, das frage ich mich auch. Ist dieses Herstellerübergreifende Kragenverhalten gewollt? Hat mich vorher jemand gefragt oder wenigstens gewarnt? Ich selbst zupfe jedenfalls immer dran rum und will die Welle glätten. Wohlgemeinte Hinweise auf Bügeleisen bringen nichts (übrigens auch dsa Bügeln selbst nicht). Mitunter greifen sogar wildfremde zur Kragenspitze und biegen und würden, wenn es ginge, auch brechen. Liebe Polo-Shirt-Strategen: seid doch ehrlich und bringt künftig nur noch Rollkragen-Polos auf den Markt. Da muss man sich dann hinterher nicht wundern wenn sich alles kringelt.

Donnerstag, 21. Juli 2011

Hallo Google+,

da Ihr von Google ja selbst noch von einer Testphase bei G+ sprecht, darf man ja Optimierungswünsche anbringen. Ich könnte nun darüber sprechen, dass die Übersetzung einiger Objekte noch fehlt. Der "Stream" müsste also noch in etwas wie "Strom", "Datenkette", "Bach" oder "Wasserlauf" übersetzt werden. Die "Circles" wären einfach "Kreise", "Zirkel" oder "Ringe" und der "Hangout" der "Lieblingstreff" (danke leo.org für die Übersetzung).

Aber das kommt ja sicher noch und wichtiger wäre folgendes: warum muss ich beim Besuch rechts oben auf eine Zahl klicken, dann in einer Liste von Benachrichtigungen auf eine Benachrichtigung, um dann an gleicher Stelle ein Duplikat des Streamausschnitts gezeigt zu bekommen, der zeigt, was da passiert ist (in der Regel neue Beiträge und Kommentare)? Wäre es nicht viel einfacher, die neuen Kommentare schlicht im Stream hervorzuheben (farbiger Randbalken, Hintergrund, was auch immer)? Da Eure Benachrichtigungen auch noch etwas lahm erscheinen, fange ich eh schon an zu scrollen, schaue was passiert ist und benötige die Benachrichtigungen danach dann nur noch, um zu schauen, ob ich was übersehen habe. Also bitte: holt mich nicht aus dem Bach, um mir auf dem Trockenen zu zeigen, dass im Bach ein neuer Fisch schwimmt. Zeigt ihn mir im Bach!

Montag, 23. Mai 2011

Liebe Teekanne,

und oder alle anderen Tee und Beuteltee Fabrikantinnen. Ich las und lese immer wieder mal, dass man Euren Tee eine bestimmte Zeit ziehen lassen muss, um ein sicheres Getränk zu erhalten. In unsicheren Zeiten natürlich ein guter Rat, den ich immer gern befolgt habe. Ein Rätsel war es mir dann aber doch und es trieb mich ins Internet. Und oh weh, was muss man da bei Gutefrage.Net nicht alles zum Thema "Wieso bestimmte Mindest-Ziehdauer, damit der Tee "sicher" ist?" lesen. Wenn Ihr lieben Teehändler und -verpackungsbeschrifter mal einen Hinweis geben würdet, was es mit unsicher gezogenem Tee auf sich hat, wäre schon viel gewonnen. Wenn aber alle Ich-poste-mal-was-was-nicht-gefragt-wurde-Poster wegbleiben würden, fände sich die Antwort deutlich schneller. Und auch dies wäre durch eine gute Packungsbeschriftung zu beheben, da nicht alle rumraten müssten, was denn wohl der Grund sein mag.

Montag, 2. Mai 2011

Hallo Acer,

Euer Aspire Timeline X ist ja ganz schön. Auch die Akkulaufzeit ist gigantisch. Und wirklich einzigartig ist die Platzierung der USB- und Soundanschlüsse. Rechts und links beides schön weit vorne. Ich frage mich, womit Ihr Eure Recher bedient. Habt Ihr auch Arme und Hände? Ich lege die immer mal wieder gerne am Rand des Gehäuses oder gar daneben (!) ab. Tja, wenn da aber was angeschlossen ist, dann muss ich mich durch die Kabel wursteln. Legt doch künftig ein Zänglein bei, mit dem man gleich nach dem Auspacken die Anschlussbuchsen rausbrechen kann, dann muss man nicht warten, bis es durch das Auf-den-Kabeln-Rumliegen passiert. Dabei währe es doch so einfach: rechts einfach CD-Laufwerk und USB tauschen, schon wäre schönste Harmonie. Denn aufgemerkt: wenn ich das CD-Laufwerk öffne, dann benutze ich eh meine Hand, um die CD raus zu holen oder rein zu legen. Da wäre sich also nie was im Wege. Und die Ohrhörer-Buchse passt nun wirklich überall hin. Jaha, so könnte es laufen. Muss aber nicht. Merkt ja eh keiner. Tz, tz, tz. Ihr könnt mir gerne den nächsten Prototypen schicken, bevor er in Serie geht.

Dienstag, 1. Februar 2011

Liebe Messermacher,

irgendwie habt Ihr es geschafft auf ewig das Thema Stumpfheit mit Euren Messern und den Geschirrspülmaschinen der Welt zu verschweißen. In unzähligen Foren wird mit erhöhtem Puls davor gewarnt, Küchenmesser in die Spülmaschine zu setzen, stellen, legen. Vor allem schade dies dem Messer: Flugrost, Lokalelementbildung und ähnliche Malherue. Mitunter auch der Maschine: (noch) scharfe Schneide zerschneidet Besteckkorbbeschichtung, darunter liegendes Metall wird zugänglich und rostet und schon ist der Flogrost auf dem Messer und stumpft es ab (also doch).

Das einzig wirkliche Problem sind jedoch die Alu-Nieten. Und die verfärben sich nicht nur etwas, die lösen sich sang- und klanglos auf, um dann die Griffe vom Messer wegbröseln zu lassen. Kann es sein, dass Ihr lieben Messermacher seit dem ersten Geschirrspüler gar nicht daran denkt, diese Alu-Nieten-Problematik aus der Welt zu schaffen, sondern euch freut, dass die Leute neue Messer kaufen, nicht etwa weil Flugrost deren Messer entschärft, sondern sie schlicht an Griffigkeit verlieren? Schaut doch mal, ob es nicht irgend ein anderes Material gibt, mit dem man Griffe an Messer dübeln kann.

Mittwoch, 3. März 2010

Hallo Nutella,

Du bist fraglos einer meiner liebsten Brotaufstriche und während ich bislang glaubte, das gewundene Nutella-Glas sei die Höhe der Behinderung beim Genuss wurde ich nun beim Brunch in Omas Küche eines Besseren belehrt. Dort gibt es Portionspäckchen, die klein und aus Plastik das große Glas imitieren möchten. Dabei werden aber nicht nur die Winkel des Mini-Halb-Plastik-Glases so eng, dass man mit handels- oder gasthausüblichen Messern da nicht mehr rein kommt. Nein, die Verpackungskünstler haben die Riffelung des Deckels des Glases, die dort außen angebracht ist, innen im inhaltsgefüllten Plastik-Portions-Teil reproduziert. Ergebnis vom Lied: überall klebt herrliches Nutella in den Ritzen, das sich ohne negativ aufzufallen nicht essen lässt. Entweder liefert Ihr also künftig einen hochflexiblen Nutellaschaber für Portions-Verpackungen mit, der in die Ecken kommt oder Ihr lasst die Riffeln weg. Eure Entscheidung.

Montag, 15. Februar 2010

Lieber Berliner,

Eure nicht Berliner und Berliner Berlinerbäcker können glaube ich noch was dazu lernen. Selbst wer sich an Dr. Oetkers Rezept hält, hat noch Potenzial zur Verbesserung, denn das mit der Füllung klappt doch nun wirklich nie - beim Essen meine ich. Irgendwo suppt es immer raus, kleckert hierhin oder dorthin und wer ganz arm dran ist, dem läuft es in den Ärmel.

Die Lösung ist natürlich die multiple Marmeladeneinspritztülle. Statt also nur an einer Stelle einen gut gemeinten riesen Batzen Marmelade in den armen Berliner zu pumpen, wird er einfach mehrfach befüllt. Das kann ich mir als vierausgängige Marmeladenspritze mit beweglich kombinierten Tentakeln vorstellen. Damit kommt man von oben dem Berliner nahe, was dann zur seitlich-vierseitigen Befüllung führt.

Damit müssen wir dann künftig nicht mehr fachsimpeln, ob der Berliner am besten von dem Befüllungslöchlein her angeknabbert wird oder gerade von der gegenüber liegenden Seite, um keine Sauerei zu veranstalten. Nun kommt die Marmelade von jeder Seite her gleich schnell und das in vier bestens verfutterbaren Kleinstportionen.

(Wer es nicht gemerkt hat: das war mein Fastnachtsbeitrag.)

So, liebe SIGG,

ich habe zwar ein Weilchen Pause gemacht, aber davon kommt Ihr nicht. Die SIGG Trinkflaschen sind zwar in aller Munde - zumindest wünscht Ihr Euch das -, aber jemand muss auch mal die Wahrheit sagen. Euere "SIGG-Bottle mit auslaufsicherem Verschluss für Kids" kommt ja sicher überall gut an und das optische Design finde ich ja auch nicht schlecht. Aber bitte, was ist den mit dem Verschluss-Verschluss passiert? Der Deckel über dem Deckel, der den Trinknuckel verdeckt hat doch einen Sinn! Warum habt Ihr den denn dann so konzipiert, dass er, wenn nicht sofort, dann schon gleich drauf wegbricht? Das ist die eine Höhe. Etwas dran zumachen, das dann gleich wieder abbricht muss doch auch Euch frustrieren. Hier die schon oft gestellte Frage, nutzt Ihr Euer Zeug denn nicht selbst? Was sagen Eure Kids denn dazu? Naja, denn ist es vielleicht wurscht, dass sie am verknasterten Sauger nuckeln müssen, aber schön ist das nicht.

Und clever, wie die Schweizer sind, habt Ihr noch eins drauf gesetzt. Wenn der Deckel dann ab ist, dann aber keinesfalls ganz. Nee, für Papi muss noch was zu werkeln übrig bleiben. Denn wegen der scharfkantigen Abbruchkante muss das harnäckige Scharnier des aben Deckels auch ab, was aber nur mit schwerem Gerät (Zange) geht. Somit ist es zwar schön, dass ich mir bald nach dem Kauf schon Lorbeeren ausrechnen darf, weil ich die kaputte Flasche kaputter mache, aber ganz gefiele sie mir doch besser. Benutzt also demnächst mal festeres, weicheres oder einfach mehr Material zwischen Deckel-Deckel und Gelenk.

Montag, 22. Juni 2009

Hallo Leifheit,

also Euer Kirschentkerner Cherrymat ist ja nun wirklich ein Mordsinstrument. Ihr schreibt ja auch selbst, dass es bis zu 12 kg pro Stunde entsteint!!! Wow! Warum schreibt Ihr aber nicht dazu, dass man nach dieser Stunde geschätzte 50 kg Kirschsaft aus allen Ecken und Nischen der Küche schrubben muss, da der Kirschentkerner wenn nicht vor allem so doch zu einem überaus bedeuten Teil seines funktionalen Daseins ein Kirschsaftversprüher ist? Und das kann er in zwei Hauptrichtungen mit nahezu 180 Grad Streuwinkel sowohl horizontal als auch vertikal. Den Einfüllstutzen kann man ja mit Nachfüllobst verstopfen und dann noch die Hand drüber halten, so dass so wenig Saft als möglich entweichen kann. Und die andere Seite ist mit einem ausreichend großen Gummiband und einem Stück Küchenpapier auch einigermaßen zu entschärfen. Aber bastelt sich das jede/r? Warum habt Ihr keine Sritzschutzhalterung eingebaut? Warum ist der Perforator nicht verborgener, so dass die Spuren weniger leicht austreten können? Die aktuelle Version jedenfalls eignet sich auch hervorragend zur Krimirequisite, jeder Tatort ist damit im Handumdrehen zum blutroten Schlachtfeld umdekoriert. - So, und über den Namen "Cherrymat" rede ich gar nicht mehr. Wahrscheinlich hattet Ihr da auch Euren "Fun", denn so steht es auf der Packung "Frucht + Fun".

Samstag, 6. Juni 2009

Hallo Amazon,

und im Grunde alle anderen, die Bestsellerlisten anbieten. Vorzugsweise von Büchern, aber gerne auch anderes. Hin und wieder lasse mich mich überrumpeln und schaue in so ein paar Besteller, kaufe gar mal einen. Geschäftlich gesehen, geht bei Amazon und Konsorten also die Rechnung auf und auch der Bestseller sellt sich besser. Mit meiner Kundenzufriedenheit rechnet aber keiner, denn eher häufig als selten verkaufe ich die Besteller so schnell als möglich - geschieht dies wieder bei Amazon, geht deren Rechnung doppelt auf und klar, letztendlich bin ich selbst blöd. Aber: wäre es nicht besser, Bücher zu empfehlen, die ich wirklich mag und von denen ich immer mehr will? Amazon versucht das zwar, aber ich muss schon sehr staunen, was Amazon da glaubt in meiner Interessensliste ganz oben zu sehen. So oft, wie ich da in meiner Empfehlungsliste "kein Interesse" ankreuzen muss, will ich das gar nicht tun. Also: verbessert bitte euren Algorithmus oder gebt es auf, mir etwas empfehlen zu wollen. Da gefällt mir die Stöbermöglichkeit bei LibraryThing schon besser.

Samstag, 28. März 2009

Hallo Weleda,

es wird langsam zu einem nahezu alle Produkte begleitenden Motto: "gut gemacht, aber schlecht verpackt". Auch Weledas Pflegeduschen sind hier optimierbar. Wie auf Eurer Webseite schon zu sehen, stehen die Dinger auf dem Kopf. Sie sind begleitend zum Duschvorgang einzusetzen. Sie befinden sich also samt Behältnis zumindest zeitweilig in vertikal tröpfelndem Wasser. Das sollte Euch bekannt sein, womöglich habt Ihr das sogar beabsichtigt. Doch was passiert dann? Mal darüber nachgedacht? Das Wasserläuft an der Tube entlang und sammelt sich im recht geräumigen Schraubdeckelwulst. Wenn dieses abgestandene Duschwasser bei der nächsten Dusche bei Tubenschräglage austritt, mag das noch wenig auffallen (meist ist es kälter als das Duschwasser, ja, ja die Warmduscher). Aber wer beim Putzen mal aufräumt oder interessierte Kleinkinder hat wird sich zunehmend über die unerwünschten Kneippgüsse wundern. Und zum Trost: auf dem Kopf stehende Tuben weisen fast alle dieses Problem auf. Warum nur?

Ach, fast habe ich vergessen, dass Euer Pflegeduschstoff womöglich zu flüssig ist für die von Euch gewählte Öffnung. Beim schließen tritt immer noch etwas aus, da auch die Tube recht weich ist, so dass bedauerlich viel wertvoller Inhalt im Deckel landet und dort ohne weiteren unbeabsichtigten Tubendruck kaum raus zu bekommen ist. Klar, so wird die Tube schneller leer und Kunde kauft nach, aber optimal ist das nicht.

Liebe AKG,

Eure AKG K324P Kopfhörer klingen gut, aber leider nur für Tote. Wer Ohren an den Stellen hat wo sie beim Menschen angebracht sind, der hört ganz wunderbar sein eigenes Atemgeräusch. Klar, kann man die Musik aufdrehen - sie klingt ja wirklich gut - aber leisere Passagen klingen durch das eigene Geschnaufe immer leicht lüstern. So weit so schlimm. Gänzlich unverständlich sind mir alle Gerätbelobigungen (z.B. bei testberichte.de) hinsichtlich der Raschelgeräusche, die die Kabel machen. Entweder bin ich ein anatomisches Wunder oder niemand wagte bisher die Wahrheit zu berichten. Da der Kopfhörer nun mal Kabel hat und diese sich auf dem Weg vom Musikplayer zum Ohr auch mal bewegen - außer man ist tot s.o. - gibt es ständig das wildeste Geraschel, das sich vom Kabel auf den Kopfhörer und auf das Innenohrpolster überträgt. Das ist so ziemlich das nervigste, was mir seit Jahren untergekommen ist. Wie soll so Musikhören noch Spaß machen? Oder muss ich mich wie ein Musical-Star abtapen und jedes Kabel festkleben? Wie liebe Hersteller habt Ihr Euch das gedacht? Beim nächsten Labortest lasst Eure Testhörer mal durch den Raum laufen, der AKG K324P kommt dann sicher rasch mit der Anforderung "Reibegeräuschentkopplung integrieren" in die Optimierungsschleife.

Mittwoch, 19. November 2008

Liebe Brigitte,

dass Ihr Lieder verschenkt ist ja ganz nett. Dass "Bartels Beste - für den Herbst" über iTunes verteilt werden ist auch o.k. Aber, aber, aber: das CD-Cover. Au weia. Wer hat Euch das denn gebastelt? Fragen wir zunächst mal wofür ist das PDF-Cover? Ich würde sagen zum Ausdrucken. Und dann? Ich würde sagen zum in die CD-Hülle legen. "Ach so" müsste jetzt jemand bei Euch ausrufen, denn so war das offenbar nie geplant. Die Frontseite endet unten weiß auf weißem Papier. Wer soll das gescheit ausschneidern können, wenn auch keine Schnittmarken da sind? Was nützt das schönste Design, wenn es dann im Wellenschnitt ausgeschnitten wird? Wer malt sich die Ränder schon mit Bleistift auf? Und die Rückseite? Keine Ahnung, welche Formate Eure CD-Hüllen haben, aber ich habe keine, bei der das Frontcover die gleiche Größe wie die Rückseite hat. Eures weist diese verblüffende Eigenschaft jedoch auf. Die Rückseite ist aber im Normalfall weniger hoch und dafür etwas breiter - ganz elegant gleich mit Umklappstreifen für die Seitenbeschriftung. Klar, ich kenne Eure Ausrede: "Nee, das ist doch keine Rückseite der Hülle, das ist die Rückseite der Frontseite, zum Umklappen." Da muss ich dann doch gleich weiter optimieren: warum dann zwei PDF-Seiten, das hätte dann auf eine gehört. So muss ich etwas ausschneiden (s.o.) und dann zusammen kleben. Also Leute, gebt's zu, da hat jemand einfach aufgehört zu denken. Tz, tz, tz, ich begreif's nicht.

Dienstag, 21. Oktober 2008

Liebe Stadt Freiburg,

ich habe mit dem folgenden Problem eigentlich gar kein Problem, aber ein Problem zu beobachten reicht mir schon, um Verbesserungsvorschläge zu unterbreiten. Es geht um das Parken in Freiburg. Ich habe das Problem nicht nicht weil ich kein Auto habe, sondern weil ich einen Anwohnerparkausweis besitze. Mit dem habe ich nur andere Probleme als dieses hier. Worum es geht? Die Parkscheinautomaten teilen sich nicht korrekt mit - meiner Ansicht nach. Immer dann, wenn Parkplatzsuchende fündig wurden und brav zum Automaten gehen, setzen sie ein rätselndes Gesicht auf, wenn dies in Zeiten geschieht, in denen nichts bezahlt werden muss. Auf dem Display der Automaten erscheint dann nämlich so ein Satz wie "Bezahlen gerade nicht möglich, beachten Sie xy". Warum müssen all jene, die besonders gerne zahlen so in Verwirrung gestürzt werden? Warum sagt der Automat nicht einfach und richtiger "Bezahlen gerade nicht nötig"? Oder noch besser: Solarstrom sparen und das Ding in den gebührenfreien Zeiten ganz ausschalten? Ich habe auf jeden Fall das Gefühl, da lässt sich was verbessern.

Dienstag, 30. September 2008

Liebe Philips,

entweder gibt es bei Euch was zu verbessern oder ich hab was nicht verstanden. Bei Eurem DVB-T-Receiver DTR220 scheint es doch tatsächlich so zu sein, dass eine wunderhübsche LED, die nur gaaaaanz wenig Strom braucht, immer dann leuchtet, wenn das Gerät aus ist (siehe FAQ bei Philips Support). Naja, das mit dem wenig Strom relativiert sich, da das schicke Teil 7 W im Betrieb braucht und 5 W im Standby. Aber da die Welt ja ohnehin wegen dem nahenden Klimakollaps bald unter geht, wenden wir uns wieder der LED und ihrem Leuchten zu. Warum macht sie das überhaupt? Kann es einen Sinn ergeben, dass die immer dann leuchtet, wenn das Gerät aus ist? Finde ich dann den Receiver besser, wenn es dunkel ist? Verbessert das Blau die Stimmung (dann könnte sie doch immer an sein)? Den einzigen Sinn, den ich darin vermuten könnte, wäre, dass das Blau Fernsehlust erzeugt (Achtung! Zur Fernsehlust gibt es schon ein Patent 6,766,524 von WebTV Networks bzw. nun wohl Microsoft.). Bis das geklärt ist, würde ich die umgekehrte Varianten bevorzugen. Da leuchtet was, damit ich weiß, dass was an ist und ich was ausschalten muss. Dass da etwas leuchtet, um mir zu sagen: "Hallo, ich bin aus!", das halte ich für ziemlich misslungen.

Freitag, 12. September 2008

Liebe Lenovo,

Euer X61 Tablet PC ist im Grunde eine feine Sache, auch wenn ich mich mit dem IBM-Design der Notebooks, das sich nun in den Tablets fortsetzt nie so recht anfreunden konnte. Aber darum soll es heute nicht gehen. Vielmehr geht es um das wichtigste Teil eines Tablets (so lange es kein Dell Latitude XT ist, das sich mit dem Finger bedienen lässt): den Stift. Es ist ja toll, dass der nicht altertümlich angebunden ist, wie bei anderen, aber ohne Schnürchen geht er halt doch leicht verloren. Meiner liegt jetzt auch irgendwo rum und ich muss das Suchen anfangen. Wie geht es besser? Rechner piepsen doch bei jedem Zipperlein, warum meldet sich ein Tablet nicht, wenn er ausgeschaltet wird und ruft nach seinem Stift? Von mir aus kann auch der Stift nach dem Tablet rufen, aber deren Zusammengehörigkeit müsste sich doch irgendwie Festigen lassen. Wenn Ihr mehr Ideen braucht, sagt Bescheid.