Montag, 15. Februar 2010

Lieber Berliner,

Eure nicht Berliner und Berliner Berlinerbäcker können glaube ich noch was dazu lernen. Selbst wer sich an Dr. Oetkers Rezept hält, hat noch Potenzial zur Verbesserung, denn das mit der Füllung klappt doch nun wirklich nie - beim Essen meine ich. Irgendwo suppt es immer raus, kleckert hierhin oder dorthin und wer ganz arm dran ist, dem läuft es in den Ärmel.

Die Lösung ist natürlich die multiple Marmeladeneinspritztülle. Statt also nur an einer Stelle einen gut gemeinten riesen Batzen Marmelade in den armen Berliner zu pumpen, wird er einfach mehrfach befüllt. Das kann ich mir als vierausgängige Marmeladenspritze mit beweglich kombinierten Tentakeln vorstellen. Damit kommt man von oben dem Berliner nahe, was dann zur seitlich-vierseitigen Befüllung führt.

Damit müssen wir dann künftig nicht mehr fachsimpeln, ob der Berliner am besten von dem Befüllungslöchlein her angeknabbert wird oder gerade von der gegenüber liegenden Seite, um keine Sauerei zu veranstalten. Nun kommt die Marmelade von jeder Seite her gleich schnell und das in vier bestens verfutterbaren Kleinstportionen.

(Wer es nicht gemerkt hat: das war mein Fastnachtsbeitrag.)

So, liebe SIGG,

ich habe zwar ein Weilchen Pause gemacht, aber davon kommt Ihr nicht. Die SIGG Trinkflaschen sind zwar in aller Munde - zumindest wünscht Ihr Euch das -, aber jemand muss auch mal die Wahrheit sagen. Euere "SIGG-Bottle mit auslaufsicherem Verschluss für Kids" kommt ja sicher überall gut an und das optische Design finde ich ja auch nicht schlecht. Aber bitte, was ist den mit dem Verschluss-Verschluss passiert? Der Deckel über dem Deckel, der den Trinknuckel verdeckt hat doch einen Sinn! Warum habt Ihr den denn dann so konzipiert, dass er, wenn nicht sofort, dann schon gleich drauf wegbricht? Das ist die eine Höhe. Etwas dran zumachen, das dann gleich wieder abbricht muss doch auch Euch frustrieren. Hier die schon oft gestellte Frage, nutzt Ihr Euer Zeug denn nicht selbst? Was sagen Eure Kids denn dazu? Naja, denn ist es vielleicht wurscht, dass sie am verknasterten Sauger nuckeln müssen, aber schön ist das nicht.

Und clever, wie die Schweizer sind, habt Ihr noch eins drauf gesetzt. Wenn der Deckel dann ab ist, dann aber keinesfalls ganz. Nee, für Papi muss noch was zu werkeln übrig bleiben. Denn wegen der scharfkantigen Abbruchkante muss das harnäckige Scharnier des aben Deckels auch ab, was aber nur mit schwerem Gerät (Zange) geht. Somit ist es zwar schön, dass ich mir bald nach dem Kauf schon Lorbeeren ausrechnen darf, weil ich die kaputte Flasche kaputter mache, aber ganz gefiele sie mir doch besser. Benutzt also demnächst mal festeres, weicheres oder einfach mehr Material zwischen Deckel-Deckel und Gelenk.

Montag, 22. Juni 2009

Hallo Leifheit,

also Euer Kirschentkerner Cherrymat ist ja nun wirklich ein Mordsinstrument. Ihr schreibt ja auch selbst, dass es bis zu 12 kg pro Stunde entsteint!!! Wow! Warum schreibt Ihr aber nicht dazu, dass man nach dieser Stunde geschätzte 50 kg Kirschsaft aus allen Ecken und Nischen der Küche schrubben muss, da der Kirschentkerner wenn nicht vor allem so doch zu einem überaus bedeuten Teil seines funktionalen Daseins ein Kirschsaftversprüher ist? Und das kann er in zwei Hauptrichtungen mit nahezu 180 Grad Streuwinkel sowohl horizontal als auch vertikal. Den Einfüllstutzen kann man ja mit Nachfüllobst verstopfen und dann noch die Hand drüber halten, so dass so wenig Saft als möglich entweichen kann. Und die andere Seite ist mit einem ausreichend großen Gummiband und einem Stück Küchenpapier auch einigermaßen zu entschärfen. Aber bastelt sich das jede/r? Warum habt Ihr keine Sritzschutzhalterung eingebaut? Warum ist der Perforator nicht verborgener, so dass die Spuren weniger leicht austreten können? Die aktuelle Version jedenfalls eignet sich auch hervorragend zur Krimirequisite, jeder Tatort ist damit im Handumdrehen zum blutroten Schlachtfeld umdekoriert. - So, und über den Namen "Cherrymat" rede ich gar nicht mehr. Wahrscheinlich hattet Ihr da auch Euren "Fun", denn so steht es auf der Packung "Frucht + Fun".

Samstag, 6. Juni 2009

Hallo Amazon,

und im Grunde alle anderen, die Bestsellerlisten anbieten. Vorzugsweise von Büchern, aber gerne auch anderes. Hin und wieder lasse mich mich überrumpeln und schaue in so ein paar Besteller, kaufe gar mal einen. Geschäftlich gesehen, geht bei Amazon und Konsorten also die Rechnung auf und auch der Bestseller sellt sich besser. Mit meiner Kundenzufriedenheit rechnet aber keiner, denn eher häufig als selten verkaufe ich die Besteller so schnell als möglich - geschieht dies wieder bei Amazon, geht deren Rechnung doppelt auf und klar, letztendlich bin ich selbst blöd. Aber: wäre es nicht besser, Bücher zu empfehlen, die ich wirklich mag und von denen ich immer mehr will? Amazon versucht das zwar, aber ich muss schon sehr staunen, was Amazon da glaubt in meiner Interessensliste ganz oben zu sehen. So oft, wie ich da in meiner Empfehlungsliste "kein Interesse" ankreuzen muss, will ich das gar nicht tun. Also: verbessert bitte euren Algorithmus oder gebt es auf, mir etwas empfehlen zu wollen. Da gefällt mir die Stöbermöglichkeit bei LibraryThing schon besser.

Samstag, 28. März 2009

Hallo Weleda,

es wird langsam zu einem nahezu alle Produkte begleitenden Motto: "gut gemacht, aber schlecht verpackt". Auch Weledas Pflegeduschen sind hier optimierbar. Wie auf Eurer Webseite schon zu sehen, stehen die Dinger auf dem Kopf. Sie sind begleitend zum Duschvorgang einzusetzen. Sie befinden sich also samt Behältnis zumindest zeitweilig in vertikal tröpfelndem Wasser. Das sollte Euch bekannt sein, womöglich habt Ihr das sogar beabsichtigt. Doch was passiert dann? Mal darüber nachgedacht? Das Wasserläuft an der Tube entlang und sammelt sich im recht geräumigen Schraubdeckelwulst. Wenn dieses abgestandene Duschwasser bei der nächsten Dusche bei Tubenschräglage austritt, mag das noch wenig auffallen (meist ist es kälter als das Duschwasser, ja, ja die Warmduscher). Aber wer beim Putzen mal aufräumt oder interessierte Kleinkinder hat wird sich zunehmend über die unerwünschten Kneippgüsse wundern. Und zum Trost: auf dem Kopf stehende Tuben weisen fast alle dieses Problem auf. Warum nur?

Ach, fast habe ich vergessen, dass Euer Pflegeduschstoff womöglich zu flüssig ist für die von Euch gewählte Öffnung. Beim schließen tritt immer noch etwas aus, da auch die Tube recht weich ist, so dass bedauerlich viel wertvoller Inhalt im Deckel landet und dort ohne weiteren unbeabsichtigten Tubendruck kaum raus zu bekommen ist. Klar, so wird die Tube schneller leer und Kunde kauft nach, aber optimal ist das nicht.

Liebe AKG,

Eure AKG K324P Kopfhörer klingen gut, aber leider nur für Tote. Wer Ohren an den Stellen hat wo sie beim Menschen angebracht sind, der hört ganz wunderbar sein eigenes Atemgeräusch. Klar, kann man die Musik aufdrehen - sie klingt ja wirklich gut - aber leisere Passagen klingen durch das eigene Geschnaufe immer leicht lüstern. So weit so schlimm. Gänzlich unverständlich sind mir alle Gerätbelobigungen (z.B. bei testberichte.de) hinsichtlich der Raschelgeräusche, die die Kabel machen. Entweder bin ich ein anatomisches Wunder oder niemand wagte bisher die Wahrheit zu berichten. Da der Kopfhörer nun mal Kabel hat und diese sich auf dem Weg vom Musikplayer zum Ohr auch mal bewegen - außer man ist tot s.o. - gibt es ständig das wildeste Geraschel, das sich vom Kabel auf den Kopfhörer und auf das Innenohrpolster überträgt. Das ist so ziemlich das nervigste, was mir seit Jahren untergekommen ist. Wie soll so Musikhören noch Spaß machen? Oder muss ich mich wie ein Musical-Star abtapen und jedes Kabel festkleben? Wie liebe Hersteller habt Ihr Euch das gedacht? Beim nächsten Labortest lasst Eure Testhörer mal durch den Raum laufen, der AKG K324P kommt dann sicher rasch mit der Anforderung "Reibegeräuschentkopplung integrieren" in die Optimierungsschleife.

Mittwoch, 19. November 2008

Liebe Brigitte,

dass Ihr Lieder verschenkt ist ja ganz nett. Dass "Bartels Beste - für den Herbst" über iTunes verteilt werden ist auch o.k. Aber, aber, aber: das CD-Cover. Au weia. Wer hat Euch das denn gebastelt? Fragen wir zunächst mal wofür ist das PDF-Cover? Ich würde sagen zum Ausdrucken. Und dann? Ich würde sagen zum in die CD-Hülle legen. "Ach so" müsste jetzt jemand bei Euch ausrufen, denn so war das offenbar nie geplant. Die Frontseite endet unten weiß auf weißem Papier. Wer soll das gescheit ausschneidern können, wenn auch keine Schnittmarken da sind? Was nützt das schönste Design, wenn es dann im Wellenschnitt ausgeschnitten wird? Wer malt sich die Ränder schon mit Bleistift auf? Und die Rückseite? Keine Ahnung, welche Formate Eure CD-Hüllen haben, aber ich habe keine, bei der das Frontcover die gleiche Größe wie die Rückseite hat. Eures weist diese verblüffende Eigenschaft jedoch auf. Die Rückseite ist aber im Normalfall weniger hoch und dafür etwas breiter - ganz elegant gleich mit Umklappstreifen für die Seitenbeschriftung. Klar, ich kenne Eure Ausrede: "Nee, das ist doch keine Rückseite der Hülle, das ist die Rückseite der Frontseite, zum Umklappen." Da muss ich dann doch gleich weiter optimieren: warum dann zwei PDF-Seiten, das hätte dann auf eine gehört. So muss ich etwas ausschneiden (s.o.) und dann zusammen kleben. Also Leute, gebt's zu, da hat jemand einfach aufgehört zu denken. Tz, tz, tz, ich begreif's nicht.

Dienstag, 21. Oktober 2008

Liebe Stadt Freiburg,

ich habe mit dem folgenden Problem eigentlich gar kein Problem, aber ein Problem zu beobachten reicht mir schon, um Verbesserungsvorschläge zu unterbreiten. Es geht um das Parken in Freiburg. Ich habe das Problem nicht nicht weil ich kein Auto habe, sondern weil ich einen Anwohnerparkausweis besitze. Mit dem habe ich nur andere Probleme als dieses hier. Worum es geht? Die Parkscheinautomaten teilen sich nicht korrekt mit - meiner Ansicht nach. Immer dann, wenn Parkplatzsuchende fündig wurden und brav zum Automaten gehen, setzen sie ein rätselndes Gesicht auf, wenn dies in Zeiten geschieht, in denen nichts bezahlt werden muss. Auf dem Display der Automaten erscheint dann nämlich so ein Satz wie "Bezahlen gerade nicht möglich, beachten Sie xy". Warum müssen all jene, die besonders gerne zahlen so in Verwirrung gestürzt werden? Warum sagt der Automat nicht einfach und richtiger "Bezahlen gerade nicht nötig"? Oder noch besser: Solarstrom sparen und das Ding in den gebührenfreien Zeiten ganz ausschalten? Ich habe auf jeden Fall das Gefühl, da lässt sich was verbessern.

Dienstag, 30. September 2008

Liebe Philips,

entweder gibt es bei Euch was zu verbessern oder ich hab was nicht verstanden. Bei Eurem DVB-T-Receiver DTR220 scheint es doch tatsächlich so zu sein, dass eine wunderhübsche LED, die nur gaaaaanz wenig Strom braucht, immer dann leuchtet, wenn das Gerät aus ist (siehe FAQ bei Philips Support). Naja, das mit dem wenig Strom relativiert sich, da das schicke Teil 7 W im Betrieb braucht und 5 W im Standby. Aber da die Welt ja ohnehin wegen dem nahenden Klimakollaps bald unter geht, wenden wir uns wieder der LED und ihrem Leuchten zu. Warum macht sie das überhaupt? Kann es einen Sinn ergeben, dass die immer dann leuchtet, wenn das Gerät aus ist? Finde ich dann den Receiver besser, wenn es dunkel ist? Verbessert das Blau die Stimmung (dann könnte sie doch immer an sein)? Den einzigen Sinn, den ich darin vermuten könnte, wäre, dass das Blau Fernsehlust erzeugt (Achtung! Zur Fernsehlust gibt es schon ein Patent 6,766,524 von WebTV Networks bzw. nun wohl Microsoft.). Bis das geklärt ist, würde ich die umgekehrte Varianten bevorzugen. Da leuchtet was, damit ich weiß, dass was an ist und ich was ausschalten muss. Dass da etwas leuchtet, um mir zu sagen: "Hallo, ich bin aus!", das halte ich für ziemlich misslungen.

Freitag, 12. September 2008

Liebe Lenovo,

Euer X61 Tablet PC ist im Grunde eine feine Sache, auch wenn ich mich mit dem IBM-Design der Notebooks, das sich nun in den Tablets fortsetzt nie so recht anfreunden konnte. Aber darum soll es heute nicht gehen. Vielmehr geht es um das wichtigste Teil eines Tablets (so lange es kein Dell Latitude XT ist, das sich mit dem Finger bedienen lässt): den Stift. Es ist ja toll, dass der nicht altertümlich angebunden ist, wie bei anderen, aber ohne Schnürchen geht er halt doch leicht verloren. Meiner liegt jetzt auch irgendwo rum und ich muss das Suchen anfangen. Wie geht es besser? Rechner piepsen doch bei jedem Zipperlein, warum meldet sich ein Tablet nicht, wenn er ausgeschaltet wird und ruft nach seinem Stift? Von mir aus kann auch der Stift nach dem Tablet rufen, aber deren Zusammengehörigkeit müsste sich doch irgendwie Festigen lassen. Wenn Ihr mehr Ideen braucht, sagt Bescheid.

Dienstag, 26. August 2008

Lieber RVF,

für alle uneingeweihten sei zunächst mal erläutert, dass der RVF in ganzer Länge "Regio-Verkehrsverbund Freiburg" heißt. Ihr habt ja ganz wunderbare Bähnchen, sie sich lieblich um den Kaiserstuhl und die ganze Gegend schlängeln. Aber Ihr habt auch Automatenmonster. Vom ersten Anschein her für den seichten Fahrkartenverkauf gedacht, wird rasch klar, dass sie ein unendlicher Quell bis ins Mark erschütternder Enttäuschungen sein können - nein sind. Konkret: nach einer Radtour mit Kind und Kegel wollte uns der Aparillo vier Fahrkarten für zwei Erwachsene und zwei Fahrräder für zusammen 13,60 Euro nicht mit einem Schein zu 20 Euro bezahlen lassen, denn jedes Kärtchen muss bitteschön einzeln mit kleinerem Geld gezahlt werden. Durch die weißglühende Wut hindurch scheinend sehe ich da natürlich gleich eine Marktlücke: Wechselstuben neben jedem Haltepunkt oder passend zu den mobilen Brezelverkäuferinnen im Zug, was nichts bringt, da es dort ja keine Fahrkarten gibt - würde aber ins Bild passen, da direkt neben dem RVF-Automaten (Gottenheim) ein DB-Automat stand mit einem aufgeklebten Zettel "Fahrkarten gibt es nur im Zug".
Also auch hier die Frage, warum so viel Optimierung unterlassen wird: Warum kann der Automat nicht mehrere Karten gleichzeitig verkaufen, dann wäre auch der Mindestpreis pro Schein erreichbar? Warum nicht mehr Geld in die Kiste stecken und auch mal einen 20er erlauben? Warum nur Geldkarte, ab 10 Euro kann ich auch im Supermarkt die EC-Karte nutzen? Oder ganz modern: Handyticket? Oder ganz altmodisch: doch Fahrkarten im Zug oder gar beim Fahrer?

Montag, 28. Juli 2008

Liebe IKEA,

ohne Zweifel sind die IKEA-Sachen von oft ganz eigenen Charme. Und auch die Namen sind häufig apart. Dass jedoch der Teppichname HELSINGÖR korrekt übersetzt wird mit "Tod der tausend Schafe" hättet Ihr dazu schreiben sollen. So ist der - nun ja, sind wir mal höflich - "Geruch" der Bodenbedeckung sowas von beeindruckend, dass man die Zottelherden nicht nur riecht sondern auch zu hören oder gar zu sehen glaubt. Wer sich auf Geruchsdefinitionen nicht so versteht, mag so allerhand unter dem Teppich vermuten, vom Dreck der letzten 20 Jahre bis zur 2 mm flach ausgewalzten Großmutter. Naturprodukte hin oder her, hier wäre Lüften vor dem Verkauf angesagt gewesen. Oder perforiert doch einfach die Verpackung (falls Ihr es in eurem Laden dann noch aushaltet). Oder legt Nasenstöpsel für die Neueigentümer und deren Gäste der nächsten 8 Woche bei. Oder lasst Euch sonst was einfallen. Aber dieses Geruchsobjekt ist auf jeden Fall optimierbar.

Donnerstag, 17. Juli 2008

Lieber dm,

ihr habe ja ganz tolle Sachen im Regal und auch eure eigene DM Marke ist vermutlich nicht von schlechten Eltern. Zum Beispiel "Denk mit" klingt echt toll. Aber machen die das auch? Nee, leider nicht immer. Euer "Denk mit" Klarspüler für Geschirrspülmaschinen ist mal wieder so verpackt, dass wohl keiner von Euch das je benutzt. Sieht ja durchdacht aus, dieser Rausziehdeckel mit dem Schnäbelchen, mit dem man dann wohl dosiert seine Haushaltshilfe befüllen kann. Aber ist Euch denn noch nie aufgefallen, dass dabei trotzdem immer eine ordentliche Ladung vorbei geht? Der Klarspüler ist sowas von flüssig, dass sich die Flasche, je voller je doller, kaum kippen lässt. So und wo ist nun der Einfüllstutzen in der Maschine? Meist in der Tür. Die muss dann offen sein und zwar ganz. Man muss also ein an Boden befindliches Löchlein mit einem sehr variablen Klarspülerstrahl treffen. Das klappt nur bedingt und wer ist schuld? Die Entwicklermänner, die das selbst nie nachfüllen. Also entweder neuen Ausguss erfinden oder den Klarspüler eindicken, denn den Verschluss habt Ihr Euch natürlich faul vom Spülmittel abgeschaut - das aber, liebe Leute ist deutlich dickflüssiger und muss nirgends eingefüllt werden. Ich bin also wieder einmal völlig ratlos.

Samstag, 10. November 2007

Liebe KRUPS,

Euer Handmixer hat ja bei Stiftung Warentest die Nute "gut" erhalten. Daher gibt es da offenbar wenig zu verbessern. Aber das ist ja auch schon 2003 gewesen und heute weht ein anderer Wind in Deutschlands Küchen. Das bedeutet: die Aufhängevorrichtungen, die dem Gerät beiliegen, sind absolut unnötig. Der vermutete Wunsch nach einer solchen Aufhängung stammt doch offenbar aus der Zeit, als Küchen von gelegentlich reinschauenden Männern Werkstätten nachempfunden werden sollten. Jederzeit griffbereites und vor allem sichtbares Gerät an der Wand war die Hirschgeweihsammlung des Tierliebhabers. Mit dem Einzug der Männer in die Küchen als Aktivposten, hat sich deren Haltung verändert. Sie erkennen, dass es sich bei diesem Raum um den Ort des Zusammenkommens und Kommunizierens handelt, der Gemütlichkeit ausstrahlen soll. Unter diesem zeitgeschichtlichen Gesichtspunkt macht sich ein hübsches Foto an der Wand allemal besser als KRUPSens 3MIX 8008 SILVER. Also spart Euch den Plastikkrempel. Die Schrauben und Dübel könnt Ihr gerne dabei lassen, sowas kann man immer brauchen. Und wenn Ihr wirklich up to date sein wollt, dann legt ein Gürtelholster bei, denn der moderne Mann will heute scheinbar immer alles bei sich haben.

Montag, 24. September 2007

Hallo LAMY,

ihr müsstet ja eigentlich FLOTTY heißen, so schnell wie Eure LAMY Tintenroller-Mine M66 leer ist. Da schreibt man hier und da mal ein Wort und schon muss man sich sputen den Einkaufszettel für neue Minen zu schreiben. Sicherheitshalber hat man noch einen Bleistift zu Hand, denn man weiß ja nie, ob die Tinte noch reicht. Klar, aus all dem spricht ja auch schon das Konzept: Leute, kauft Minen, dann geht es uns von LAMY gut. Aber bitte, dann wenigstens mit Qualität. Damit will ich sagen, dass ich die kurze Zeit wie die Mine hält wenigstens einen gleichmäßigen Strich sehen will und nicht in den ersten Tagen -- ja einige Tage reicht die Tinte schon -- eine dicke Farbbahn die auf die Folgeseiten durchdrückt und dann leider recht bald so eine halbherzige Linie, die eher wie eine halbseitige aussieht, so angeknabbert eben, als wäre bald Schluss. Total verunsichert ob der Dauerhaftigkeit künftiger Schreibleistung bekommt man dann Schwitzefinger, kauft neue Minen und schmeißt die alte weg, da sie ja eh nicht mehr schön schreibt. Und jetzt sagt bloß nicht, jahaaa aber leer, nee, leer war die doch noch gar nicht. Mag sein, aber wenn ich Zweiglein in Tinte tauche und dann versuche zu Schreiben, dann sieht das so aus, als würde ich eine noch gar nicht leere M66 nutzen. Also: ein gleichmäßiger Strich muss her. Und: liebe Konkurrenz, lohnt es sich für Euch Fremdhersteller nicht, mal Minen für den LAMY swift (besser!) nachzubauen?

Freitag, 10. August 2007

Hallo Harry,

zwar sind alle Bücher über Dich nun (angeblich) geschrieben, aber vielleicht ist eines der Drehbücher noch in Arbeit und dafür berücksichtige bitte folgendes. Noch nicht mal einem Potter Harry sollte es erlaubt sein, dermaßen Plump das Filmende anzukündigen, wie Du es in "Harry Potter und der Orden des Phönix" getan hast. Statt irgendwas von wegen falls kämpfen, dann doch besser wissend wofür, hättest du auch gleich die Brille abnehmen und süffisant direkt in die Kamera sagen können, dass das wirklich Interessante, dann im nächsten Film passiert und wir das entsprechende Kleingeld schon mal bereit legen sollen. In sofern haben da natürlich die Juroren der Filmbewertungsstelle Wiesbaden recht: die vorherigen Bücher und Filme musste man nicht gesehen oder in einer Urlaubsverzweiflung auf englisch gelesen haben für diesen jenigen, dafür ist aber der folgende unverzichtbar, um den aktuellen Frust abzubauen. Ob das noch das Prädikat besonders wertvoll rechtfertigt? Ich musste immerhin einmal lachen, weiß aber schon nicht mehr worüber. Aber so ein Ende will ich nicht nochmal sehen, falls ich im nächsten Jahr wieder eine OTTO-Kinokarte habe und damit günstiger an Karten komme.

Liebe Buitoni,

und auch Ihr schafft es nicht, Sachen so einzupacken, dass es Spaß macht, sie auszupacken. Granini, EDEKA und Jacobi wurden an dieser Stelle ja schon belehrt und folgerichtig ist heute Buitoni dran. Eure Nudeln habt Ihr sicher schon mal gegessen, aber habt Ihr Eure Eliche auch schon mal selbst ausgepackt? Die Knistertüte reißt mit Vorliebe von oben nach unten auf und auch nur, wenn man rohe Gewalt anwendet. Und dann fliegen einem 500 Gramm Nudeln durch die Küche. Baut die Packung doch mal so um, dass das Öffnen nicht immer einer Explosion gleich kommt. Es müssen ja nicht diese nicht klebenden Wiederverschließlaschen sein, bei denen man eh nie weiß wohin man sie denn kleben soll (einmal unten rum und dann auf die Rückseite...). Mir würde eine sauber zu erzeugende Öffnung am oberen Packungsende reichen.

Dienstag, 7. August 2007

Liebe Pommes-Hersteller,

da muss ich doch jetzt mal ganz unspezifisch in Eure Richtung rufen: scharfkantige Pommes mag ich nicht! Vielleicht liegt es an der Garmethode der Mensa im Institutsviertel, aber es ist für mich eine Zirkusnummer, hier Pommes zu essen. Es ist als würde ich Rasierklingen oder einen Packen Nägel futtern. Nur applaudiert mir niemand ob der am Zahnfleisch auszustehenden Qualen. Und jetzt komme mir bloß niemand mit klinischen Befunden, körperlich ist da alles o.k. Bleiben also die spitzwinkeligen cross frittierten Pommes, die doch wünderschön in einem mit Sandpapier ausgekleideten 50 Meter hohen Fallturm im Flug abgerundet werden könnten. Der Abrieb ergäbe feinstes Kartoffelpüree (Pommes sind doch aus Kartoffeln? heutzutage meine ich?). Oder: gleich alles zu Brei quetschen, den mag ich eh lieber.

Samstag, 21. Juli 2007

Liebe Granini,

gegen Eure Fruchtbonbons habe ich nichts einzuwenden. Aber wieder einmal hat die Verpackung einen Makel. Die Granini Fruchtbonbons Kirsche mit toller Füllung und gut klingendem Vitamin C stecken - zumindest in der 42 g Packung - in einer unverschämten Plastikhülle. Jedes Bonbon ist in diese gar nicht so selten anzutreffenden hinterhältigen Klarsicht-Plastik-Hüllen eingeschlagen, die schon beim Drandenken einreißen, um sich dann als kleine Fitzelchen am Bonbon festzuklammern und erst um Mund sich genau in dem Moment ablösen, der geeignet ist, um auf dem kürzesten Weg in einen Zahnzwischenraum zu schlüpfen. Also auch an Eure Entscheider ergeht der Rat: esst Euer Zeug doch mal selbst und packt es vorher selbst aus. Dann wird Euch vieles klarer.

Mittwoch, 27. Juni 2007

Liebe Dell

zu eurem Trost seid Ihr nicht alleine. Viele Notebookhersteller (nicht nur Dell) glauben, dass Notebooks schwarze Kabel haben müssen. In Kooperation mit den Fußbodenherstellern hat man sich auf diese Ton-in-Ton-Lösung geeinigt, damit möglichst viele Stolperunfälle zu Neuanschaffungen führen. Zumindest könnte man dies vermuten. Ich bin gerade auf einer Konferenz und täglich strauchelt jemand über fremde Notebookkabel. Einige sind sogar schon so professionell im Hängenblieben, dass sie sich nicht einmal umschauen was das war, denn es ist klar: Notebookkabel. Es sei erwähnt, dass Apples weiße Magnetlösung dann ganz gut funktioniert, wenn der Schwerpunkt vom Notebook aus gesehen jenseits der Stolperstelle liegt (das Mac-Kabel also ohne Verlängerung verwendet wird), sonst leidet das Kabel trotzdem. Für alle anderen, die keine Neonkabel ausliefern wollen: wie wäre es mit farbigen Strümpfchen, die man seinem Kabel anziehen kann? Oder sich selbst aufrichtende Wimpel? Oder Gasballone? Oder Lichterketten? Oder optisch-akustische Bewegungsmelder in Verbindung mit mechanisch-pneumatischen Ausweichreaktionen? Es gibt also viele Möglichkeiten, macht's besser.